Bereits am 6. Mai 2009 wurden Zollbeamte auf dem Flughafen Berlin-Schönefeld auf eine chinesische Frachtsendung aufmerksam, die an eine in Berlin-Lichtenberg ansässige chinesische Firma adressiert war. Bei der näheren Kontrolle der Sendung kamen insgesamt 60 Gürtelschnallen (Buckle) zum Vorschein, deren Rückseiten mit abnehmbaren Schlagringen versehen waren. Nach der Sicherstellung der verbotenen Gegenstände hat das Zollfahndungsamt Berlin-Brandenburg die weiteren Ermittlungen übernommen.
Ein bei dem Landeskriminalamt Berlin eingeholtes kriminaltechnisches Gutachten bestätigt, dass es sich um Waffen handelt, die der Einziehung unterliegen.
Der unerlaubten Waffeneinfuhr zum Zwecke des gewerblichen Handels wird eine 38-jährige deutsche Geschäftsfrau mit chinesischer Abstammung verdächtigt, die einen Accessoire- und Textilieneinzelhandel in Berlin-Lichtenberg betreibt. Die Durchsuchungen ihrer Wohnung im Bezirk Berlin-Spandau und ihres Geschäftsraumes führte zu diversen Sicherstellungen. So konnten die Zollfahnder weitere 155 verbotene Schlagringe, etwa 1.100 Gegenstände, die einen Verstoß gegen das Markengesetz darstellen, sowie neun Ohrstecker mit verfassungsfeindlichen Symbolen in Form von Hakenkreuzen aus dem Verkehr ziehen.
Hinsichtlich der aufgefundener Ohrstecker wird die Anzeige dem polizeilichen Staatsschutz zur weiteren Bearbeitung übergeben.