Das Bundeskartellamt ist wegen des Verdachts verbotener Absprachen gegen die Fernsehkonzerne RTL und ProSiebenSat.1 vorgegangen. Eine Kartellamtssprecherin bestätigte einen Bericht von "Focus Online", wonach Räume der Sender in Unterföhring und Köln durchsucht wurden. Es gehe um den Vorwurf, dass die Sender sich abgesprochen haben, digitale Free-TV-Programme nur noch gemeinsam verschlüsselt auszustrahlen und gegen Geld zugänglich zu machen.
Außerdem sollen die Sender sich geeinigt haben, durch technische Maßnahmen wie Anti-Werbeblocker und Kopierschutzfunktionen die Nutzungsmöglichkeiten der Programmsignale zu beschränken.
Eine Sprecherin von ProSiebenSat.1 bestätigte die Razzia, wollte aber keine Angaben zu den Vorwürfen machen. Auch RTL bestätigte die Durchsuchung.