Wie war das noch - früher als ehemaliger Unterfeldwebel im BFEK-III Eilenburg in ganz geheimer Mission. Einer Kaserne der man äußerlich nicht angesehen hat, was sich hinter dicken Mauern verbirgt. Spezielle Langdraht-Antennen die so dünn waren, dass sie von weiten gar nicht zu sehen waren. Nicht mal die Einwohner vom Ort selber wussten vermutlich was dort wirklich gemacht wurde - abhören der US Air Force. Speziell darauf wurden nur wenige Leute trainiert - so auch ich. Wochenlang, 8 Stunden im Hörsaal spezielle Funksprüche mithören und live mitschreiben. Im Anschluss gibt es dazu auch Audio-Mitschnitte aus dieser Zeit.
Ein ausgebauter Dachboden mit Sicherheitstür und Sprechanlage hinter dem sich mehrere Räume befanden. Ein Raum welcher noch mal mit Stahltüren gesichert war und eine große Glasscheibe hatte, welche in Richtung zu einen zweiten großen Raum zeigte. Der extra Raum (LFW = Leiter Funk Wache) war mit mehreren Empfängern, Hifi-Kassettendecks (früher gab es keine CDs) und Sprechanlagen bestückt, ähnlich einer Kommandozentrale. Im zweiten Raum waren 8 Arbeitsplätze mit zunächst R-250 Empfängern bestückt, wobei im LFW-Raum schon EKD-300 und EKD-500 standen. Den R-250 und EKD-300 mußten wir im Schlaf kennen, jeden Schalter, jede Funktion, jede Grundeinstellung, Eichung und Bedienung. Im Klartext wir mußten dieses Teil perfekt auswendig lernen. Eichstellung, Grundschalter Einstellung und Meßpunkte.
Unsere Aufgabe bestand darin, den Flugfunk der US Air-Force in der damaligen BRD erst einmal zu finden (14khz bis 30MHz), abzuhören, Tonbandaufzeichnungen zu machen und Funksprüche live mitzuschreiben. Auch wurden alle NATO-Manöver abgehört. Alle Tonbandaufzeichnungen und Mitschriften wurden archiviert und zum Teil anderen Dienststellen der Funkaufklärung übergeben. Feste Frequenzen Non-Stop, 24h am Tag und 365 Tage im Jahr abzuhören und Ereignisse zu notieren. Neue Frequenzen suchen, wo das 5. und 7. Armee Chor der US Air Force zu gange war. Funkergebnisse wurden sofort dem LFW mittels Sprechanlage mitgeteilt.
Bekannte Frequenzen waren zum Beispiel: 3940, 6750, 11175, 5680, 5705, 7855, 4712 usw. usw.
Einige davon sind noch heute aktiv. Und wie sowas auf Kurzwelle klingt, könnt ihr in den folgenden MP3-Beispielen anhören.
Rufzeichen: Showder 01, Showder 20, Showder 35, Showder 39, Showder 40