Eines Tages wird der Mensch den Lärm ebenso unerbittlich bekämpfen müssen wie die Cholera und die Pest - ein Zitat von Robert Koch aus dem Jahre 1910. Lärm und die Lärmwirkung auf den Menschen wird bzw. ist schon ein Problem in der zivilisierte Gesellschaft. Vielen denken darüber gar nicht nach, oder verdrängen es ganz. Fakt ist aber das Lärm uns krank macht. Angefangen von Straßenlärm bis zu Billig-Staubsauger die lauter als ein Flugzeug sind.
In einer Stadt ist das Lärm-Potenzial weit höher als auf dem Lande. Durch die Straßen donnern Fahrzeuge, Straßenbahnen und LKWs rasen über Kopfsteinpflaster. Straßenbahnen müssen generell in Kurven quietschen. Billig-Staubsauger sind teilweise lauter als ein Flugzeug in 10 Meter Entfernung. Rasenmäher mit Verbrennungsmotoren nerven ohnehin schon. Nervige Nachbarn, die entweder öfters mal Party machen oder die Türklinken noch nicht gefunden haben. LKWs und andere Transport-Fahrer die beim Entladen den Motor laufen lassen. Lärm ist überall, Lärm ist belastend.
Bei Dauerschalleinwirkungen mit A-bewerteten Schalldruckpegeln ab 85 dB ist das menschliche Gehör gefährdet. Wirken Geräusche dieser Stärke über längere Zeiträume auf einen Menschen ein, ist mit der Entwicklung einer Schwerhörigkeit zu rechnen. Berufsbedingte Einschränkungen des Hörvermögens stehen gegenwärtig in Deutschland an erster Stelle aller Berufserkrankungen.
Folgen durch Lärmeinwirkung sind:
- Beeinträchtigung des Befindens, da Lärm als lästig, nervend oder störend empfunden wird
- Erhöhtes Unfallrisiko durch Verdecken von Warnsignalen
- Verminderung des körperlichen und geistigen Leistungsvermögens