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verfasst 21.10.2009 von Mario | kurze URL: /t786 | Kommentar schreiben

CQ CQ Amateurfunk Nachwuchs

Wie bei anderen Vereinen auch, hat auch der DARC auch mit schwachen Nachwuchs und wenig werdenden Mitgliedern zu kämpfen. Und so fangen einige OVs (Ortsverbände) schon zeitiger mit der Nachwuchsgewinnung an. Dann ist es auch nicht verwunderlich, wenn der DARC wieder mit einer neuen Einsteigerklasse den Amateurfunk näher bringen will. Aber warum ist es so schwierig neue Mitglieder zu bekommen? Liegt es an den technischen Fragen bei der Prüfung? Ist es die Bequemlichkeit? Oder liegt es einfach nur daran, dass in Zeiten von Internet die meisten keine Lust auf Selbstbau haben?

Fakt ist, dass sich auf Amateurfunk in den letzten 10 Jahren einiges verändert hat. Leider auch einiges zum Nachteil der Amateurfunker. Und so ist das Zusammenspiel von mehreren Faktoren sicher ein Grund für den Rückgang der Mitgliederzahlen.

1)
In Zeiten von schnellen Internet bilden sich neue Interessen und Hobbys. Kann man hier doch mit der ganzen Welt mittels Chats oder Video-Verbindungen in Kontakt treten. Audio- und Video-Konferenzen sind heute noch schneller als noch vor 10 Jahren.

2)
Ein Amateurfunker ohne Antenne ist wie ein Auto ohne Motor. Problem ist häufig das Aufstellen von Antennen. Die meisten Hausbesitzer verweigern eine Genehmigung. Erst recht wenn man in der Stadt und in irgendwelchen Wohnblöcken wohnt. Wohungsbaugesellschaften sagen immer häufiger nein, wenn es um das Anbringen von Amateurfunk-Antennen geht. Auch sei erwähnt, dass einige Funker oder Newcomer eine so schleche Lage haben, die eine vernünftige Verbindung unmöglich machen.

3)
HF-Verseuchte Städte machen es einen Amateurfunker nicht immer einfach. In Zeiten von Freenet-Sprechgeräten, Babyphonen, Radio- und TV-Videoübertragung per Funk, Störungen von Bündelfunkdiensten, Straßenbahnen, digitalen Datenübertragungen, reichlich kommerzielle Funkdienste bis hin zu funkgesteuerten Zentralverriegelungen bei KFZ-Fahrzeugen. Oft sind andere Funkdienste so stark, dass deren Signal gleich mehrmals und unfreiwillig im Amateurfunk-Bereich zu hören sind.

4)
Berufliche Veränderungen sind teilweise ein Grund dafür, dass sich einige Amateurfunker aus dem Amateurfunk zurück gezogen haben. Was leider für viele ältere OMs nicht nachvollziehbar ist, ist die Tatsache das andere Zeiten gekommen sind und das viele Amateurfunker nach der Arbeit einfach keine Lust mehr auf Amateurfunk haben. Wer jeden Tag 10 bis 14 Stunden auf Arbeit ist, brauch nach Feierabend kein Amateurfunk mehr und Wochenende ist er froh, wenn er Zeit für sich oder für seine Familie hat. Teilweise fehlt es dem Nachwuchs auch an Zeit um sich überhaupt mit der Technik zu befassen. Natürlich spielt auch Arbeitslosigkeit eine wichtige Rolle. Erst recht wenn man aus finzanziellen Gründen nichts mehr kaufen oder bauen kann.

Wie geht es nun weiter?

In einigen OVs wird schon verstärkt Öffentlichkeitsarbeit durchgeführt. Informationsstände bei Veranstaltungen, Besuch in Schulen mit Vorführungen, Funkverbindungen mit der ISS und vieles mehr. Was kann man denn noch machen?

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