Internet
Das Jahr geht bald zu ende und Google hat aus Milliarden von Suchbegriffen wieder eine tolle Übersicht gebastelt. Was waren die meist gesuchten Nachrichten, die meist gesuchten Personen oder die Suche nach Bildern. Bei der Übersicht kann man auch erkennen, dass sehr viele Suchanfragen erst durch die Medien zustande gekommen sind. Sie können sehr stark die Suchanfragen bei Suchmaschinen manipulieren bzw. beeinflussen. Im Anschluss eine kleine Übersicht der Top-Suchanfragen aus Deutschland.
Dank DSL, UMTS oder Flatrate sind Videoportale wie YouTube, MyVideo oder ClipFish angesagt. Viele dieser Portale bieten auch das Einbidung von Videos auf die eigene Website an. Und genau hier gibt es rechtlich noch Unklarheiten. Filme runterladen ist verboten, aber wie ist das nun beim Streaming? Man schaut sich also mit dem Browser einen Film (oder nur einen Teil) wie im Fernsehen an. Ein bewusster Download findet hier nicht statt. Tatsächlich werden aber auch beim Streaming die Daten als Kopien auf dem jeweiligen Rechner gespeichert. Legal oder Illegal?
Natürlich besuche ich hin und auch andere Websites. Aber auf ganz bestimmten Seiten (werde ich jetzt mal nicht erwähnen) wird immer wieder gern von Datenpannen oder Datenlecks bei irgendwelchen Internetpräsentation berichtet. Dabei kommt immer wieder eine unbekannte Quelle oder Informant im Beitrag vor. Entweder werden dann persönlich irgendwelche Datensätze abgegeben oder auf sonstigen Wege zugespielt. Anonyme Quellen haben angeblich mit selbstgebastelten Scripten irgendwelche Daten ausgelesen. Das läst die Vermutung aufkommen, dass nicht immer Zufall im Spiel ist und das man schon gezielt nach Websites sucht, die möglicherweise eine Datenpanne oder Datenleck haben könnten um dann später daraus einen geilen Beitrag zu präsentieren.
Die Internet-Kriminalität nimmt von Jahr zu Jahr stark zu und BKA, Polizei und Gerichte sind schon lange nicht mehr Herr der Lage. Nach einigen Recherchen ergab sich das Resultat, dass es einfach zu wenig Mitarbeiter und qualifiziertem Personal gibt. Beweismaterial bleibt oft zu lange unbearbeitet liegen. Wenn heute ein Richter ein Urteil ausspricht, werden an anderer Stelle gleich wieder 200 neue Bilder von missbrauchten Kinder in das Netz hochgeladen. Zuviele unseriöse und dubiose Foren oder Chat-Räume die nicht mit Google & Co zu finden sind machen die Suche nicht einfacher. Man ist zwar schon mit Bilderkennung-Software unterwegs, aber so eine Software ist eben kein menschliches Auge. Internet wird schneller und schneller. Zugänge zum Internet werden einfacher und weiter ausgebaut - nun müssten die Behörden auch mal etwas nachziehen.
Nichts gegen ein Cookie, aber gleich 10 Cookie-Abfragen auf einmal und das von der Website des Bundesgerichtshofs ist neu - jedenfalls für mich. Und ausgerechnet zu einer Zeit wo die EU ein Opt-In-Verfahren für Cookies durchsetzen möchte. Falls dies je umgesetzt werden sollte, dann muss auch der Bundesgerichtshofs die Cookie-Flut abstellen. Im Anschluss ein Screenshot von der Cookie-Attacke.
Opt-in-Verfahren für Cookies, also ein Zustimmungsverfahren auch für die kleinen Text-Dateien die als Cookies bezeichnet werden. Wenn es nach der EU gehen würde, dann könnte dieses Opt-in-Verfahren für Cookies schon lange umgesetzt sein. Keine Website mehr, die ohne den Willen der Besucher die sogenannten Cookies setzt. Hier ist man allerdings geteilter Meinung. Kann man überhaupt in heutiger Zeit auf Cookies ganz verzichten? Welche Vor- und Nachteile ergeben sich durch den Einsatz von Cookies? Fragen über Fragen ...
Eben besuchte ich die Website von Focus und wurde etwas stutzig nachdem ich zufällig in einen Bereich geklickt habe, wo optisch überhaupt keine Werbung ist, sich aber dann doch ein neues Fenster öffnete. Werden hier etwa Besucher bewusst verarscht oder hintergangen? Die sichtbare Werbung auf der rechten Seite ist ein Flash mit 600 x 160 Pixel. Was der Besucher allerdings nicht sieht, ist das sich hinten dem Flash ein transparente GIF-Bild mit 2600 x 400 Pixel befindet, was mit einen Link zu DoubleClick versehen ist.
Für mich ist es etwas unklar, wenn in tausenden Gästebüchern immer noch die E-Mail Adressen der Besucher in Klartext ausgegeben werden. Kein JavaScript- oder sonstigen Spamschutz vor Bots die gezielt danach suchen. E-Mail Adressen sind viel Wert. Entweder um damit neue Kunden zu gewinnen, oder um mit diesen Adressen zu Spamen. Eben besuchte ich eine Website eines sehr bekannten Comedians der oft auf RTL, SAT1 oder Pro7 zu sehen ist. Auch dieser hatte ein Gästebuch was recht gut mit Einträgen gefüllt war - auch mit ganz vielen E-Mail Adressen der Besucher.
2009 war bis jetzt ein total verrücktes Jahr. Was könnte da wohl das Wort des Jahres werden? Kurzarbeit, Wirtschaftskrise, Gammelfleisch, Skandal oder Datenpanne. Jedenfalls gab es zum Thema Datenpanne noch nie so viele Berichte und Beiträge in den Medien wie dieses Jahr. In den meisten Fällen würde ich auch gar nicht von Datenpanne sprechen wollen, da einige Pannen keine wirklichen Pannen waren. Vielmehr beruhte die Datenpanne auf unfähige Mitarbeiter, Programmierer oder sogenannten IT-Experten.
Vor einigen Tagen hatte ich darüber
berichtet, wie eine Website aus Indien reichlich Spam mittels Google-Index macht. Man nehme also eine Domain, hänge irgendeine SEO-URL an diese Domain und schreibe diese auf irgendeiner Website als Link. Tage später findet man dann das Resultat im Google-Index wieder. Was mir dabei allerdings noch auf gefallen ist, dass sehr viele Websites (z.B. von ARD oder SWR) gar nicht richtig ihre URLs prüfen, ob diese überhaupt vorhanden sind. Im Anschluss einige Beispiel ...